Interview mit OB Joachim Wolbergs

By Bogner Manuel|April 26, 2017|Archiv|0 comments

Perspektive A-Z, Sonderheft

2. Haben wir aus Ihrer Sicht nicht auch eine historische Pflicht und Verantwortung aus der Kolonialzeit und Konflikten der neueren Geschichte; Asyl zu gewähren und ohne Populismus diese Zeiten durchzustehen?

Wolbergs: Ich denke, dass es unsere ganz allgemeine, menschliche Pflicht ist, zu helfen. Gerade weil es uns in Deutschland so gut geht und wir schlicht die Möglichkeiten haben, Menschen in Not zu unterstützen, sind wir verantwortlich, dies auch zu tun. Es geht nicht um das ‚gute Gewissen‘ oder darum, etwas ‚wieder gutmachen‘ zu wollen, sondern um Mitmenschlichkeit. Diese Menschen, die bei uns ankommen, brauchen unsere Hilfe. Dass wir sie bei uns aufnehmen und uns um sie kümmern, ist eine Selbstverständlichkeit. Wir gehen mit ihnen so um, wie wir es uns selbst auch wünschen würden, wenn wir in derselben Situation wären – das ist das einzig zulässige Prinzip.

7. Wie definieren Sie die perfekte Integration? Es gibt doch selbst Einheimische die nicht integriert sind im sozialen Leben, nicht die Bildung aufweisen die Wünschenswert wäre und die nicht die Sprachkenntnisse haben welche die Zukunft fordert und große Unternehmen anlegen.

Wolbergs: Perfekte Integration ist in meinen Augen dann erreicht, wenn ein Mensch Verantwortung übernehmen kann – für sein eigenes Leben ebenso wie für die Gesellschaft.

12. 16,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in der BRD (laut Mikrozensus 2014). Kennen Sie diese Zahl und halten Sie diese Art der Statistik für nutzbringend?

Wolbergs: Statistiken sind durchaus nützlich, da sie Aufschluss über gesellschaftliche Entwicklungen geben. Anhand der Migrationsstatistik erkennen wir, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und schon immer war. Und bisher hat das doch immer sehr gut funktioniert.

Perspektive A-Z, Sonderheft (Auszug des Interviews mit Herrn OB Joachim Wolbergs 2016)

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